
Es war warm – jedoch brannte die Sonne nicht ganz so erbarmungslos wie an den Tagen zuvor. So hieß es für die fünf fleißigen Helferinnen und Helfer wieder: Ärmel hochkrempeln und das Jakobskreuzkraut auf unserer Streuobstwiese von Hand entfernen.
Doch warum dieser Aufwand?
Das Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze, die für Weidetiere wie Pferde und Rinder problematisch ist. Sie enthält giftige Inhaltsstoffe, die insbesondere im ge-trockneten Zustand – etwa im Heu – ihre Wirkung nicht verlieren. Deshalb ist es wichtig, die Pflanze auf unserer Wiese zu entfernen, bevor sie Samen bildet und sich weiter ausbreitet.

In diesem Jahr war das Rupfen besonders mühsam: Durch die an-haltende Trockenheit sind die Böden sehr hart, sodass sich die Pflanzen nur schwer mitsamt Wurzel herausziehen lassen.
Auch die Entsorgung will gut überlegt sein:
Das Jakobskreuzkraut gehört nicht auf den Kompost, da die Samen dort überleben und sich weiterverbreiten können.
Die Pflanzen sollten über den Restmüll oder – je nach den örtlichen Vorgaben – über die entsprechende Entsorgung für problema-tischen Pflanzenabfall beseitigt werden. Vielen Dank an Sigrid, die die 15 Säcke zur Mülldeponie gefahren und dort entsorgt hat.

Nun könnte die Wiese problemlos gemäht werden. Leider hat uns der Landwirt, der bisher gemäht hat, „gekündigt“.
Deshalb suchen wir einen Nachfolger, der bereit ist, die Wiese zu mähen und das Schnittgut sinnvoll zu verwerten.
Könnten Sie diese Aufgabe übernehmen? Oder kennen Sie jemanden, der uns unterstützen kann?
Wir freuen uns über jeden Hinweis und jede Kontaktaufnahme unter:
Herzlichen Dank den fleißigen Helferinnen und Helfern! [se 02/26]
Info: Jakobskreuzkraut
Jakobskreuzkraut ist eine auffällige Pflanze mit leuchtend gelben Blüten. Auf den ersten Blick kann sie mit dem ebenfalls gelb blühenden Johanniskraut verwechselt werden. Während Johanniskraut als Heilpflanze bekannt ist, ist Jakobskreuzkraut für Weidetiere hochproblematisch. Die Pflanze enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die vor allem die Leber schädigen. Besonders gefährdet sind Pferde und Rinder, aber auch andere Weidetiere können erkranken. Tückisch ist, dass die Giftstoffe auch nach dem Trocknen erhalten bleiben.
